20. August 2016

[Rezension] Die Ungehörigkeit des Glücks // Probleme des Lebens


Hallo Bücherwürmer!



Heute kommt eine Rezension zu dem Buch...







Jenny Downham ist vielleicht schon einigen ein Begriff. Sie ist die Autorin, welche sich mit dem Buch „Bevor ich sterbe“ an ein sehr schwieriges Thema herangewagt hat und dabei alle Tabus gebrochen hat. In „Bevor ich sterbe“ , geht es um ein junges an Krebs erkranktes Mädchen, welche sich eine Liste mit Dingen macht, die sie noch erleben will, bevor sie stirbt.
Auch in dem Buch „Ich gegen dich“ setzt sie sich in Form eines Jugendbuches mit sehr schwierigen Themen auseinander.
Leider hat mir ihr Buch „Ich gegen dich“, welches ich als zweites von ihr gelesen habe, überhaupt nicht gefallen, so dass ich den Inhalt sehr schnell vergessen hatte.

Mit diesem Buch wollte ich der Autorin und meiner Namensvetterin eine zweite Chance geben.
Vorneweg, das Buch hat mir gut gefallen, aber an „Bevor ich sterbe“ kommt es für mich lange nicht heran, denn bei diesem Buch wurde ich bei jeder Seite von so vielen Emotionen gepackt, dass ich bei jeder Seite mindestens eine Träne vergossen habe. Auch dieses Buch trieft nur so voller Emotionen, jedoch lag es vielleicht einfach an den Themen des Buches, dass ich nicht in der Geschichte versunken bin.

Typisch für Jenny Downham ist es auch, dass sie viel über Konflikte innerhalb der Familie schreibt. In dem Buch „Die Ungehörigkeit des Glücks“ spielen zudem die Themen: Erwachsen werden, Mutter sein und der Umgang mit Alzheimer, eine zentrale Rolle.

Das Buch bringt einen dazu, sich mal selbst zu reflektieren und sich einzugestehen was man wirklich ist und zwar ein Mensch mit Fehlern.

Die Charaktere in dem Buch sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, so dass man sich perfekt in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen kann.
Es ist Ein typisches Buch von Jenny Downham, welches wieder ganz klar Wert auf eine Sache legt: Die ganz großen Gefühle zeigen und auch in einem selbst zu wecken.

Es war unterhaltsam zu lesen, leider aber nicht so spannend, dass man kaum die nächste Seite erwarten kann, dies ist für mich leider ein Minuspunkt, obwohl man die große Spannung bei solch einem Roman auch eigentlich nicht erwarten sollte.
Das Ziel des Buches ist es nämlich nicht große Spannung zu erzeugen, sondern die Leser dazu zu bringen, etwas aus dem Buch zu lernen und ihnen ein paar Weisheiten mitzugeben.

Wer sich von starken Gefühlen überwältigen lassen will und Lust hat viel über sich selber und seine Familie nachzudenken,
für den ist das Buch genau das Richtige. Aber wer auf eine Geschichte wartet, die von Überraschungen und Spannung nur so trotzt, der
wird eher enttäuscht sein.

Katie, die Protagonistin, versucht zwar zusammen mit ihrer an Alzheimer erkrankten Oma die Familiengeheimnisse aufzudecken, jedoch passiert nichts was den Leser wirklich umhaut, da man nicht mit gerechnet hätte.

Man merkt durch dieses Buch einfach wie individuell jeder Mensch ist und wie schwierig es manchmal sein kann, wenn in der Familie völlig verschiedene Charaktere aufeinander treffen.
Wie kann man mit einer Mutter leben, die genau das Gegenteil von einem selber ist?
Was bedeutet es eine gute Mutter zu sein? Was ist die richtige Balance zwischen Strenge und der Freiheit des Kindes?

Unterschwellig ist somit auch Pädagogik ein großes Thema des Buches, denn es werden verschieden Erziehungsstile aufgegriffen.
Zudem konnte ich mir auch einiges Wissen über Alzheimer aneignen. In dem Buch werden Bäume als Metapher für Erinnerungen genutzt, so dass es wunderbar verständlich wurde. Man muss sich vorstellen, jeder Mensch hat einen riesigen Wald im Kopf und bei Menschen mit Alzheimer, wird dieser Wald Tag für Tag immer kleiner, denn die Bäume werden gefällt. Wenn es dann so weit ist und der letzte Baum umfällt, dann weiß der Mensch nicht einmal mehr wie das Atmen funktioniert und stirbt.

An sich kann man über den Inhalt des Buches nicht viel sagen, denn sonst würde man direkt zu viel verraten.

An manchen Stellen ist das Buch sehr schwierig zu verstehen und auch die Thematik des Buches führt dazu, dass ich "Die Ungehörigkeit des Glücks" nicht als wirkliches Jugendbuch sehen kann.
Jedoch beschäftigt sich dieses Buch mit Probleme jeder Altersstufen.
Die Oma plagt das Problem:“Wie ist es mit Alzheimer zu leben?“
Die Mutter fragt sich:“Was macht eine perfekte Mutter aus?“
Und das Kind sorgt sich, über die Probleme, welche auf dem Weg zum Erwachsen werden auftauchen.
 

"Die Ungehörigkeit des Glücks", warum hört das Glück nicht einfach mal darauf, was ich wirklich will?


Das Buch ist für alle Bücherwürmer, die gerne mal über das Leben und die schwierigen Seiten des Lebens nachdenken wollen, die auch mal froh über ein paar Weisheiten sind und sich gerne von den ganz großen Gefühlen packen lassen wollen. Jedoch werden hier die Menschen, die Spannung lieben und etwas jüngere Menschen, nicht auf ihre Kosten kommen.
Probleme mit dem eigenen Leben, tauchen in jedem Alter auf und wer sich gerne mal mit diesen beschäftigen möchte, der ist hier genau richtig.
Ein Buch für alle, die sich mal öfter fragen, wo denn ihre Portion Glück im Leben bleibt.


1 Kommentar:

  1. Heey :)

    Eine sehr schöne Rezension, die auch zeigt für wenn das Buch am besten ist. Da ich momentan lieber leichte Sachen lese, ist es wohl nicht ganz was für mich ;)

    Liebe Grüße
    Jenny von Seductive Books

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über alle Kommentare :) Also scheut euch nicht und haut in die Tasten!! :)