11. Oktober 2019

[Rezension] Der Pakt – Bis dass der Tod euch scheidet // Kranke Sekte oder Vertrag für die ewige Liebe?

Hallo liebe Bücherwürmer! Hallo Freund! 
 (Alle die das Buch schon gelesen haben, werden die Anspielung verstehen) 

Heute gibt es mal wieder eine Rezension zu einem Thriller. Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten, aber an meiner Meinung wird dies nach wie vor nichts ändern. Falls ihr euch wundert, dass so selten etwas von mir auf meinem Blog kommt, dann liegt das daran, dass ich mittlerweile aktiver auf meinem Instagram Profil aktiv bin und dort auch mal des Öfteren Kurzrezensionen hochlade. Also schaut gerne mal dort vorbei. 
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Inhalt


Meinung 
Dieses Buch sprang mir ehrlich gesagt nicht wegen dem aufregenden Cover ins Auge, denn wirklich besonders oder innovativ ist es nicht, jedoch überzeugte mich der Klappentext umso mehr. Der Pakt, welcher dem Anschein nach Ähnlichkeit mit einer Sekte hat, mit dem Ziel an der Ehe festzuhalten und dafür zu sorgen, dass sie bis zum Tod bestehen bleibt, klingt doch mal nach etwas Anderem. So war mein Gedanke, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Ein Thriller, mit einer so innovativen und neuen Idee, ist mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht so oft begegnet, mir war klar, dieses Buch muss ich lesen.


 Allgemein lässt sich über das Buch erst einmal sagen, dass es Michelle Richmond durch den wunderbaren Schreibstil mit einem Erzähler aus der Ich- Perspektive geschafft hat, dass es angenehm und flüssig zu lesen ist. Dies liegt unter anderem an den teils sehr kurzen Kapiteln, welche zum Weiterlesen animieren, frei nach dem Motto „Ach, ich lese nur noch das eine Kapitel, das ist ja ganz kurz“. 
Durch den großartigen Schreibstil der Autorin wird der Leser direkt ab der ersten Seite in das Geschehene miteinbezogen, dies liegt daran, dass der Leser mittendrin einsteigt und erst nach und nach einen Überblick über die Situation der Protagonisten bekommt. Auch die Gefühle des Hauptprotagonisten gehen recht schnell auf den Leser über, so dass man selbst eine gewisse Paranoia entwickelt und auch dem beklemmenden Gefühl beim Lesen nicht so wirklich entkommen kann.


 Der Pakt enthält neben den Thriller Elementen, auf die ich gleich noch eingehen werde, auch viele informative Aspekte, unter anderem werden durch Fakten und Studien einige interessante Punkte zum Thema Ehe erläutert. Ich bin der Meinung, dass dieser Teil noch spannender ist, wenn man selbst in einer intensiven Beziehung oder Ehe steckt, da man dies so viel besser nachvollziehen kann und dazu gebracht wird, auch mal seine eigenen Standpunkte zum Thema Ehe zu überdenken.


 Es wird sehr viel aus psychologischer Sicht analysiert, nicht auf einem hohen wissenschaftlichen Niveau, aber auf einer Ebene, die leicht nachzuvollziehen ist und Fragen aufwirft. Fragen, welche ich mir beim Lesen gestellt habe, waren unter anderem:

 „Wird die Ehe auch in Zukunft Bestand haben? Macht sie überhaupt Sinn?“ 
„Kann es Regeln geben, die es garantieren, dass eine Ehe ewig hält?“
 „Kann ein so individuelles und emotionales Thema wie die Ehe überhaupt wissenschaftlich ausgeleuchtet werden?“ 

Ich habe darauf keine Antworten für euch, diese müsst ihr mithilfe des Buches selbst suchen.


 Nun komme ich zu dem Genre Thriller, als welches sich das Buch betitelt. Leser, die jetzt vielleicht denken, dass das Buch durch das emotionale Thema der Ehe eher in die Sparte Liebesschnulze rutscht, denen kann ich versichern, dass dies absolut nicht der Fall ist. Jedoch ist es für mich auch kein hundertprozentiger Thriller. Es gibt mehr informative Aspekte, die zum Nachdenken anregen, als Thriller Elemente. Es ist kein Buch voller Wendungen und Überraschungen, obwohl dies nicht ganz ausgeschlossen wird. Aber dieses Buch baut Spannung auf und lässt diese dann an der Stelle sinken, an der andere Bücher zu Psychothriller werden. Spannung ist in „Der Pakt“ trotzdem zur Genüge vorhanden und lässt auch bis zum Ende nicht nach, jedoch erreicht sie nie einen Punkt, an dem die Luft zum Zerreißen dünn ist und man keine Zeit mehr hat Luft zu holen. 



  Kritik 
Zum Ende hin gab es eine Stelle, an der ich mir einfach mehr gewünscht hätte. Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt nicht so zufrieden stellend zurückgelassen. Es hat mir sehr gut gefallen, jedoch fehlte für mich das gewisse Etwas. Dieses Etwas, dass für mich gute Thriller haben sollten. Thriller sollen mich sprachlos zurücklassen und mich noch am Abend nach dem Lesen beschäftigen. Dies hat das Buch leider nicht geschafft, denn nach meinem persönlichen Geschmack fehlte einfach der Nervenkitzel im Buch, dafür hat es mich mit anderen Elementen umso mehr überzeugt.



  Funfact
20th Century Fox hat sich die Filmrechte zu dem Buch schon gesichert. Da „der Pakt“ sich in anderen Ländern schon großer Beliebtheit erfreut und es auch bei den deutschen Bücherwürmern bis jetzt zu einer sehr positive Resonanz gekommen ist, ist dies sicherlich eine gute Idee. Mit Love, Simon hat 20th Century Fox auf jeden Fall schon einmal bewiesen, dass sie etwas von Buchverfilmungen verstehen. Wir dürfen also gespannt sein. 


Fazit 
Ein Buch für alle Bücherwürmer, die bereit sind das Konzept der Ehe einmal kritisch zu hinterfragen und dabei keine Angst haben etwas Neues zu lernen. Für Bücherwürmer die Spannung mögen und Lust auf einen durchdachten Roman haben, welcher aber auch mit Thriller Elementen dienen kann.


 

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